Abgabe der Grundsteuererklärung muss vereinfacht werden!

15.09.2022, 10:17 Uhr | Knut Abraham, MdB
Bildquelle: https://www.elbe-elster-steuerberatung.de/grundsteuerreform
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Bis zum 31. Oktober 2022 müssen alle Immobilienbesitzer in Deutschland eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts abgeben. Diese ist verpflichtend elektronisch v.a. über das Portal "Mein Elster" abzugeben. Die Einrichtung des Portals, das Abrufen der notwendigen Bodenrichtwerte und das Ausfüllen der Erklärung ist unübersichtlich und überfordert sehr viele Menschen.

Verzweifelte Menschen, insbesondere Angehörige der älteren Generation, wissen nicht, was sie tun sollen und wer helfen kann. Dazu fragte der Bundestabgeordnete Knut Abraham (CDU) aus dem Wahlkreis 65 (Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz II) die Bundesregierung, wie genau diese alternative Abgabe in Papierformaussehen kann. Die Antwort der Bundesregierung finden Sie anbei.

Zur Antwort der schriftlichen Einzelfrage Nr. 62 für den September 2022 erklärt Knut Abraham: "Die Bundesregierung verweist bei Schwierigkeiten zur Abgabe der Grundsteuererklärung auf die Hilfe von Verwandten oder die Wahl einer Telefonhotline. Ich bezweifle sehr, ob das hilft! Viele Ältere leben allein und erreichen niemanden unter der Hotline, soweit diese überhaupt bekannt ist. Die Bundesregierung will für die Erfüllung ihrer Aufgaben die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger. Dazu muss der Prozess deutlich einfacher werden. Zumindest sollte die Hilfshotline stärker bekannt gemacht und ausreichend besetzt werden. Das ist bisher nicht der Fall. Besonders auf dem Land haben wir ältere Menschen mit viel Altbestand an Grundbesitz, die aktuell absolut hilflos vor der Aufforderung zur Abgabe der Grundsteuererklärung sitzen. Ein mobiler Hilfsservice ist dringend erforderlich."